Neuester Beitrag

Sonntag, 10. April 2022

Putin schafft mit seinem Ukraine Krieg neue Fakten

Nach den Gräueltaten gegen hilflose Zivilisten in Butschma reagierte die EU – ohne eingehende Untersuchungen abzuwarten – mit neuen Sanktionen gegen Russland. Es gibt nun einen Importstopp für Kohle, Holz und Wodka aus Russland. Die militärische Eskalation von angeblichen oder auch tatsächlichen Kriegsverbrechen in der Ukraine nimmt kein Ende – jetzt wurde sogar eine Bahnstation in Kramatorsk bombardiert (nur vom wem?). Folglich nimmt auch die Sanktionsspirale der USA und der EU kein Ende. Am meisten wird darunter früher oder später die EU leiden, die ohnehin mit einer viel zu hohen Inflation zu kämpfen hat. Es entsteht aber auch gerade eine neue Weltordnung mit erheblichen Konsequenzen für die Globalisierung und die Welt. Auch das Weltwährungssystem kann aus dem Fugen geraten. Aber auch die Gefahr eines 3. Weltkriegs ist noch nicht gebannt, solange es keine Friedens- und Sicherheitsvertrag für Russland und die Ukraine gibt. 

Die Anleger und die Bevölkerung sind jetzt sehr verunsichert und in Angst. Aber auch bei Politikern macht sich Panik breit. Es werden jetzt weitreichende Entscheidungen getroffen, die man später noch bereuen wird. Die Aktienkurse waren in der vergangenen Woche relativ stabil und auch einige Rohstoffpreise konsolidierten etwas. In Moskau stiegen die Aktienkurse sogar stark an.  Der Rubel war zuletzt einer der stärksten Währungen der Welt. 

Die Notenbanken müssen und werden die Zinsen aufgrund der stark gestiegenen Inflation erhöhen. Andreas Männicke gibt seine Einschätzungen über die Hintergründe des Ukraine-Kriegs, aber auch über zukünftigen Chancen und Risiken in diesem unfreundlichen Umfeld auch in seinem Börsenbrief EAST STOCK TRENDS (www.eaststock.de) und in seinem neuen EastStockTV-Video, Folge 195 unter www.YouTube.com .

Die Eskalationen im Krieg nehmen zu und somit auch die Sanktionsspirale der EU

Nach dem Massenmord an Zivilisten in Butschma – einem Vorort von Kiew – am 1. April und dem Raketenangriff auf eine Bahnstation in Kramatorsk mit Zivilisten am 8. April schlagen die Wogen emotional hoch. Die TV-Bilder, die uns täglich erreichen, sind grauenhaft, aber leider sind es keine Livebilder während der Tat, sonst wüssten wir alle mehr. Die Ukraine und Russland geben sich nun gegenseitig die Schuld für das Massaker, wobei Russland von einer nachträglichen Inszenierung ausgeht ohne dafür Beweise zu veröffentlichen, die nachprüfbar sind.

Sanktionen oft zu voreilig

Ohne weitergehende forensische und kriminalistische Untersuchungen, wer die wahren Täter dieser menschenverachtenden Gräueltaten waren, machte die EU sofort neue Sanktionen mit einen Importverbort von Kohle, Holz und Wodka, was in der Schnelligkeit so einen Tag nach Bekanntwerden der Massaker einer Vorverurteilung gleichkommt. Russland wollte die ungeklärte Sache sofort zum UN-Sicherheitsrat bringen, um eine offene Diskussion zu ermöglichen und um die russischen Beweise vortragen zu können. Dies wurde von vom britischen Primier Johnson aber abgelehnt. Steckte etwa der britische Geheimdienst auch hinter diesen Aktionen oder warum dann die Ablehnung?

Auch bei dem Raketenangriff auf die Bahnstation in Kramatorsk soll es sich aus russischer Sicht um Totschka-U-Raketen handeln, die nur die Ukrainer haben. Dies sollte zumindest einmal geprüft und untersucht werden, bevor man zu vorschnellen Schlüssen kommt. Diese schnelle und voreilige Auferlegung von immer schärfern werdenden Sanktionen kennen wir schon von der Krim-Krise, wobei man sich grundsätzlich die Frage stellen muss, ob diese scharfen Sanktionen auch zielführend und „wirksam“ sind, wenn Putin sein Verhalten dadurch nicht verändert, sondern im Gegenteil noch aggressiver agiert. Zudem sind die Sanktionen immer dann zu unterlassen, wenn das eigene Volk mehr geschädigt wird als Russland selbst. Im Übrigen sind auch solche Sanktionen in der Wirkung fragwürdig, wenn nicht die politische Elite in ihrem Verhalten verändert oder gar gestürzt wird, sondern nur das russische Volk und die Beschäftigten darunter leiden. Zudem sollte geprüft werden, ob die Enteignung von Vermögen und sogar von Währungsreserven völkerrechtsgemäß sind oder nicht. Eine derartige Enteignungswelle wie jetzt gab es noch nie in der Nachkriegszeit.

Der Rubel rollt wieder – allen Unkenrufen zum Trotz

China hat sich schon zu Wort gemeldet und sich gegen solche Sanktionen ausgesprochen, weil sie selbst auch unter einigen US-Sanktionen leidet. Russland wird jetzt aber mehr sanktioniert, als der Iran, China und Nord-Korea zusammengenommen.  Wenn der Rubel der Maßstab der Sanktionen ist, dann liefen die Sanktionen bisher völlig ins Leere, denn der Rubel war in den letzten Wochen nach dem Einbruch einer der stärksten Währungen der Welt. Erst stieg der Euro zum Rubel nach dem Ausschluss Russlands aus dem SWIFT von 85 auf 145 EUR/RUB, dann brach aber der Euro von 145 auf unter 80 EUR/RUB, jetzt bei 87 EUR/RUB ein. Damit war der Rubel temporär Anfang April sogar höher als kurz vor dem Krieg. Joe Biden erhoffte sich einen Kurs von 200 und den Niedergang der russischen Wirtschaft, aber so weit ist es noch nicht.  Russland erzielte bisher die Haupteinnahmen im Export überwiegend durch Öl/Gas in Europa. Der wichtigste Handelspartner mit einem Anteil von 18 Prozent am Außenhandel war 2020 aber China und die Beziehungen zu China werden nun ausgebaut. Die nächsten wichtigsten Handelspartner für Russland danach waren 2020 Deutschland mit 8,7 Prozent, die Niederlande (durch den Öl-/Gashandel) mit einem Anteil von 5,1 Prozent, Belarus mit 5,0 Prozent und das Vereinigte Königreich (Großbritannien) mit 4,7 Prozent.

Die russische Wirtschaft muss umdenken und umlenken in Richtung Asien

Der wichtigste Handelspartner für Russland war im Export die EU mit einem Anteil von 33 Prozent gefolgt von China mit 14,7 Prozent, Niederlande mit 7,5, Vereinigtes Königreich (GB) mit 6,8 Prozent und Deutschland mit 5,5 Prozent.  Beim Import ist auch die EU der wichtigste Handelspartner mit einem Anteil von 33,9 Prozent gefolgt von China von 23,7 Prozent, Deutschland mit 10,1%, Vereinigtes Königreich (GB) mit 5,7 Prozent und Belarus mit 5,4 Prozent. Es ist schwer vorstellbar, dass Russland die Verluste mit dem Außenhandel mit dem Westen (EU/USA) durch Asien (China/Indien) schnell ausgegleichen kann. Das wird Jahre dauern, aber es wird daraus hinauslaufen, dass diese Kompensation in Zukunft stattfindet.

Im letzten Jahr stieg der Außenhandel zwischen Deutschland und Russland sogar um 30 Prozent auf 60 Mrd. €.  Dabei wurden Waren im Wert von 33 Mrd. € aus Russland importiert, hiervon wiederum 56 Prozent aus dem Energiesektor und Waren im Wert von 26 Mrd. € wurden nach Russland exportiert.  Dabei ist Russland nur mit 2 Prozent am gesamten Außenhandel für Deutschland ein relativ unbedeutendes Land, während für Russland Deutschland und die EU sehr wichtig als Handelspartner sind. Russland ist nur der 15. wichtigste Partner im Außenhandel. Für Deutschland waren vor allem die Energieimporte aus Russland wichtig. 36 Prozent der Kohleimporte kamen aus Russland, 30 Prozent des Öls und 55 Prozent der Erdgasimporte. Nun kommt keine Kohle mehr aus Russland, der Gasimport wurde auf 40 Prozent reduziert. Jetzt überlegt sich die EU, was sie bei Öl noch machen kann.

Fakten zum Außenhandel zwischen Deutschland und Russland

Hier die genauen Fakten zu m Außenhandel Deutschland mit Russland (Quelle  www.destatis.de)

„Zwischen Russland und Deutschland werden primär Rohstoffe, Fahrzeuge und Maschinen gehandelt. Deutschland importierte 2021 vor allem Erdöl und Erdgas im Wert von 19,4 Milliarden Euro – das war ein Zuwachs um 49,5 % und machte 59 % aller Einfuhren aus Russland aus. Außerdem lieferte Russland vor allem Metalle (4,5 Milliarden Euro, +72,1 % gegenüber 2020), Mineralöl- und Kokerei-erzeugnisse (2,8 Milliarden Euro, +23,0 %) sowie Kohle (2,2 Milliarden Euro, +153,0 %) nach Deutschland.

Dagegen exportierte Deutschland im Jahr 2021 vor allem Maschinen (5,8 Milliarden Euro, +5,7 %), Kraftwagen und Kraftwagenteile (4,4 Milliarden Euro, +31,8 %) sowie chemische Erzeugnisse (3,0 Milliarden Euro, +19,7 %) nach Russland.

Die Verflechtungen zwischen deutschen und russischen Unternehmen sind auf einem ähnlichen Niveau wie der Außenhandel. 1,9 % des Umsatzes aller auslandskontrollierten Unternehmen in Deutschland erwirtschafteten im Jahr 2019 jene mit Hauptsitz in Russland. Zum Vergleich: Auf Unternehmen mit Hauptsitz in den USA entfielen 17,9 % des Umsatzes. 164 russisch geführte Unternehmen gab es 2019 in Deutschland. Sie beschäftigten gut 8 100 Menschen und erwirtschafteten dabei einen Umsatz in Höhe von 31,6 Milliarden Euro.

Umgekehrt wurden 2019 nach Angaben der Deutschen Bundesbank 472 Unternehmen in Russland von deutschen Investoren kontrolliert. Diese beschäftigten knapp 129 000 Menschen und erwirtschafteten einen Jahresumsatz in Höhe von gut 38,1 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anteil von 1,5 % des weltweiten Jahresumsatzes, den Unternehmen deutscher Investoren 2019 im Ausland erzielten. Zum Vergleich: 21,1 % dieses weltweiten Umsatzes von Unternehmen deutscher Investoren entstand in den USA (545,4 Milliarden Euro).“

Außenhandel Russlands mit der EU (Quelle: www.statista.com )

„Im Januar 2022 betrug das Gesamthandelsvolumen der Europäische Union¹ (EU-27) mit Russland rund 26,1 Milliarden Euro. Die Länder der EU importierten im Januar 2022 Waren im Wert von rund 19 Milliarden Euro aus Russland und exportierten im Januar 2022 Waren im Wert von rund 7,1 Milliarden Euro nach Russland. Die Europäische Union erzielte dementsprechend im Januar 2022 im Güterhandel mit Russland ein Handelsbilanzdefizit in Höhe von rund 11,91 Milliarden Euro.“

Vergangenes Jahr importierte die Bundesrepublik 14,5 Millionen Tonnen Steinkohle aus Russland und ist somit mit weitem Abstand der größte Importeur in der EU, gefolgt von Polen und Frankreich. Diese Importe fallen nun weg.

Russische Öl-/Gaskonzerne verdienen mehr als je zuvor

Die Spuren bei den russischen Unternehmen werden wir aber erst später sehen, wenn alle Exportverbote zum Tragen kommen. Wer sehr viel mehr verdient, als vor dem Krieg, ist im Moment der Öl-/Gassektor, obwohl China und Indien nun zu Dumpingpreisen von unter 70 USD/Barrel für die Marke Ural bezahlen müssen. Die Öl-/Gaskonzerne aus Russland wie Gazprom, Rosneft und LUKoil   werden in diesem Jahr aufgrund der hohen Öl-/Gaspreise ein Drittel mehr verdienen als im Vorjahr, wenn es zu keinem Öl-/Gasembargo kommen sollte. Dass die deutsche Tochter Gazprom Germania GmbH mit Sitz in Berlin nun an nach dem dubiosen Verkauf in einer Nacht- und Nebel-Aktion an einen Strohmann treuhänderisch von der Bundesnetzagentur gemanagt wird, was quasi einer Enteignung gleichkommt, wird Gazprom. und damit auch Putin – zwar ärgern, aber finanziell nicht sehr belasten. Nun müssen aber auch deutsche Unternehmen, die Russland verlassen haben, aber noch Betriebsstätten in Russland haben, mit Enteignungen rechnen. Auch Rosneft, wo Ex-Bundeskanzler Schöder im Aufsichtsrat sitzt, besitzt 3 große Raffinerien in Deutschland und man wird sehen, was dort passiert. Die USA haben im letzten Monat 60 Prozent mehr Öl importiert als im Vorjahr. Angeblich soll nach den Angaben aus Russland sogar der Ölexport in die USA um 43 Prozent erhöht worden sein, was aber noch überprüft werden muss.

Russischer Aktienmarkt nach Wiedereröffnung einer der Top-Performer der Welt

Auch war der russische Aktienmarkt nach der Wiedereröffnung nach einem Monat seit dem 24. März einer der am besten performenden Aktienmärte der Welt, freilich unter Ausschluss der ausländischen Anleger. De RTS-Index stieg in US-Dollar seit Handelsaussetzung um 25. Februar immerhin schon wieder um 16 Prozent und damit weit mehr als der DAX und der S&P-Index. Ob nun unmittelbarer Staatsbankrott Russlands kommt, wie es die Welt etwa voreilig mit 99%-iger Wahrscheinlichkeit für realistisch hält, bleibt abzuwarten. Im Gegenteil:  einerseits will Russland in Zukunft alle Rohstoffexporte in Rubel bezahlt haben, anderseits bietet die russische Notenbank einen Festpreis vom 5000 Rubel bei Goldkäufen an was ungerechnet etwa 1800 USD/Unze sind, also etwas weniger als der gegenwärtige Goldkurs mit 1945 USD/Unze.

Kommt eine goldgedeckte Währung in Russland?

Putin will zusammen mit China in Zukunft wohl eine goldgedeckte Währung einführen, möglicherweise auch eine goldgedeckte Kryptowährung, die aber von der russischen Notenbank herausgegeben wird. China und Russland haben schon ein eigenes internes Zahlungsabwicklungssystem entwickelt, um intern auch ohne SWIFT abrechnen zu können. Mittelfristig wollen Russland und China die Dollardominanz ablösen. Der IWF schlägt bereits Alarm und will Sonderziehungsrechte anstatt des US-Dollars einführen. Was Russland und China möglicherweise in Kombination mit Indien vorhaben, könnte mittel- bis langfristig eine gewaltige Finanzkrise in den sehr hoch verschuldeten USA und damit in der ganzen Welt auslösen.

And the winner is: USA (noch)!

Im Moment sieht es so, dass die USA die großen Gewinner des Ukrainekrise sind, aber mittel- bis langfristig könnte das zum Bumerang werden. Auch die meisten OPEC-Staaten wenden sich von den USA und sie werden wohlmöglich in Zukunft nicht mehr in Dollar, sondern in bilateralen Währungen fakturieren. Damit hätte die USA ein Problem, die mit 130 Prozent zum BSP viel hoch verschuldet sind. Russland hat nur 47 Mrd. USD an Staatsschulden aber über 500 Mrd. USD an Unternehmensschulden in Auslandswährung. Die EU und die USA haben aber ein Vielfaches davon. Die Staatsverschuldung in Russland beträgt nur 20 Prozent des BSP, in den USA aber schon über 130 Prozent des BSP. Dennoch werden einige Großkonzerne wohl in Russland vom Staat gestützt werden müssen wie es schon 2014/15 der Fall war.

Im Falle eines Öl-/Gas-Embargos wäre die EU der Verlierer

Aber auch die EU dürfte bei einem Öl-Gas-Embargo in eine große Energiekrise kommen und die Inflation würde immer mehr ansteigen. Zuletzt war die Inflationsrate schon über 7 Prozent.  Schon das Flüssiggas aus den USA ist 30 Prozent teurer als das russische Gas. Die Folge wird sein, dass die deutsche Industrie nicht mehr international wettbewerbsfähig ist, weil die Kosten zu stark steigen. Dagegen profitieren dann indische und chinesische Produzenten von den enorm niedrigen Energiekosten. Schon jetzt sind die Energiekosten in Deutschland mit die höchsten der Welt. Die gegenwärtigen Sanktionen der EU und USA könnten also zum Bumerang werden. Anstatt Russland droht dann einigen westlichen Ländern der Staatsbankrott. Die EU und Deutschland könnten auch in eine Rezession schlittern

Was wird nun China machen?

Nachdem Russland zwei Drittel der Währungsreserven durch die Sanktionen geklaut wurden, wird sich China überlegen, ob sie die 1 Bio. US-Dollar in US-Staatspapieren behalten wird, denn auch China könnte im Falle eines Taiwan-Kriegs die 1 Bio. US-Dollar seitens der USA einfach geklaut werden. Putin bezeichnet das als Diebsstahl. Ohnedies müssten eigentlich die Sanktionen einmal völkerrechtlich bewertet werden, denn sie werden nur von Politikern und nicht von Gerichten mehr oder weniger willkürlich und auch oft zu schnell ohne eindeutige Beweise ausgesprochen. Das war schon beim Absturz der MH 17 der Fall. Normal gehört das alles vor einen internationalen Gerichtshof, den die USA wohlweislich aber nicht anerkennen – aus guten Gründen, denn sonst müsste die USA viel öfter als Russland wegen Kriegsverbrechen ohne UN-Mandat verklagt werden.

Putin hat durch seinen Angriffskrieg das Leiden von Zivilisten in der Ukraine allein zu verantworten

Die EU-Präsidenten Ursula von der Leyen fuhr mit der Bahn sogar nach Kiew, um dem ukrainischen Präsidenten Beistand zu leisten. Ganz unabhängig davon, was noch weitergehende Untersuchungen ergeben, muss man in erster Linie Putin für dieses Massaker an Zivilisten verantwortlich machen, selbst wenn seine Soldaten diesen grauenhaften Massenmord an wehrlosen Zivilisten nicht ausgeführt haben, denn er begann völkerrechtswidrig einen unnötigen Krieg in der Ukraine, der noch weitreichende Folgen für die ganzen Welt haben wird.

Gibt es Biochemiewaffen -Labore in der Ukraine seitens der USA?

Russland geht nun auch von weiteren False Flag Attacken der Ukraine (oder auch der britischen bzw. US-Geheimdienste) aus, auch den Einsatz von Biochemiewaffen, um dann Russland dafür verantwortlich zu machen und ein Öl/Gas-Embargo herbeizuführen. Angeblich hatten die USA Biowaffen-Labore in der Ukraine, wo sogar der Sohn Hunter Biden über einen Fonds bei der Finanzierung behilflich gewesen soll. Auch des gilt es noch zu untersuchen, wobei Russland hier angeblich Beweismaterial hat. Ein gefundener Laptop soll darüber Aufschluss geben.

War Butschma eine Inszenierung?

Der russische Außenminister Lawrow geht davon aus, dass es bei dem Massaker in Butschma um eine Inszenierung gehandelt. Nach seiner Ansicht, werden Kollaborateure in der Ukraine überall gesucht, gefoltert oder kaltblütig ermordet. Hier sollen die Leichen davon nach dem Abzug der russischen Soldaten absichtlich auf die Straße gelegt haben, um Russland die Schuld an dem Massaker in die Schuhe zu schieben. Eigenartig ist, dass die Russen zuvor aber Lebensmittel an die Bewohner des Dorfes verteilt haben. Lawrow ist auch der Ansicht, dass die Ukraine absichtlich gemacht hat, um die gewärtigen Friedensverhandlungen in der Türkei in die Länge zu ziehen.

Aber vielleicht waren es Sondergruppen, die diese grausamen Taten verübt haben. Dass aber auch die ukrainische Seite Seiten Zivilsten und Soldaten gefoltert hat und auch wenn sie wehrlos sind, oder ins Bein schießt, dafür gibt es mannigfaltige Videobeweise, die wohl nicht nachgestellt sind. Zudem gibt es im Krieg aber auch immer gestellte und improvisierte Videos, die nicht der Wahrheit entsprechen. Hier den Überblick zu behalten, ist sehr schwierig, sogar für Journalisten „vor Ort“. Nach Aussagen von Mitbewohnern aus Butschma sieht es aber so aus, dass es Russen war, die Zivilsten gefangen genommen und wohlmöglich auch erschossen haben.

Wie kann jetzt noch ein Friedensvertrag zustande kommen?

Die große Frage ist, wie es jetzt schnell zu einem Friedensvertrag kommen kann, wenn die Emotionen hochkochen und die Sanktionsspirale immer schneller und größer wird. Russland nimmt jetzt militärisch vor allem die Ost-Ukraine ins Visier. Die Ukraine verlangt nun auch schwere Waffen wie Artillerie-Raketen und Panzer, um den zu befürchtenden Großangriff abwehren zu kommen. Der britische Primer Johnson war nun auch in Kiew und sagte Selenski neue schwere Waffen zu. Mariupol ist schon 80 Prozent in russischer Hand. Nur um den Hafen und einige Industrieanlagen wird noch gekämpft. Die Russen werden aber in der Ost-Ukraine vorrücken, um dort neue Fakten zu schaffen. Die Ukraine will das abwehren. Dabei werden weitere Menschen streben.

Gibt es maßgebliche und bedeutungsvolle Nazis in er Ukraine?

Bei den Friedensgesprächen in der Türkei wird wohl nicht Selenski alleine entscheiden, sondern es wird wohl Rücksprachen mit Joe Biden geben, möglicherweise sogar mit seinem Ziehvater, dem Russenhasser und Oligarchen I. Kolomojskyj, dem das gefürchtete und brutale Azow-Regiment gehört. Dies soll mit fast 30.000 freiwilligen Söldnern überwiegend aus Nazis bestehen. Der Botschafter Melnyk, der ständig schwere Kriegswaffen aus Deutschland verlangt, ist zwar der Meinung, dass dies nur wenige seien, die nicht maßgeblich sind, aber das müsste einmal auch von deutschen und westlichen Journalisten genau untersucht werden. Denn Putin spricht immer von Entnazifizierung. Hier sollte Putin aber auch Ross und Reiter nennen. Selinskyi selbst ist Jude und der Kolomojskyj auch.

Es ist aber bekannt, dass schon nach der Maidan-Revolution, wo der amtierende Präsident Janukowitsch das Land fluchtartig verließ, Nazis maßgeblich beim Sturz der Regierung waren. Es handelte sich also um gewaltsamen Putsch, wo anschließend bei der vorläufigen Regierungsbildung tatsächlich 4 Nazis von der Swoboda Partei wichtige Ministerposten bekamen, so auch das Innenministerium. Das Asow-Regiment steht zwar unter der Kontrolle des Innenministeriums. Aber ob dort genau untersucht wird, ob es sich dort auch um Nazis handelt, bedarf noch einer eingehenden Untersuchung, wo auch westliche Medien nicht so genau hinsehen und kaum Befragungen und Recherchen durchführen. Im ukrainischen Parlament spielen Nazis im Moment keine Rolle mehr.

Wahl in Frankreich mit ungewissem Ausgang

Am 10. April fand die Präsidentschaftswahl in Frankreich stand. Hier werden zwar dem gegenwärtigen Präsidenten Macron die besseren Chancen eingeräumt, Aber die Kandidaten aus dem rechten Lager Le Pen, die sich gut mit Putin versteht, holt stark auf. Und punktet mit dem Thema Kaufkraft für die französische Bevölkerung. Nach den ersten Ergebnissen führt zwar Macron mit 28 Prozent klar vor Le Pen mit 23 Prozent. Bei der Stichwahl in 2 Wochen am 24. April kann sich das aber noch ändern, weil das rechte Lager sehr stark geworden ist. Entscheidend wird es nun sein, für wen die Wähler von Jean-Luc Mélenchon votieren werdeh, der immerhin 20 Prozent der Stimmen erhielt (nach vorläufigen Wahlergebnissen  Falls in der Stichwahl überraschend Le Pen gewinnen sollte, würde die EU ziemlich durcheinandergewirbelt. Das könnte sogar das Ende des Euros bedeuten.

Zunehmende Konfrontation und Abschottung kann zum 3. Weltkrieg führen

Im Moment läuft alles auf gegenseitige Konfrontation hinaus. Russland hat nun nicht nur Euronews die Senderechte in Russland verweigert, sondern 15 Zivilgesellschaften und Nicht-Regierungs-Organisationen verboten. Russland schottet sich nach dem Vorbild von China immer mehr ab, was kein gutes Zeichen ist. Der Dialog auch mit kritischer Presse und Andersdenken muss immer erhalten bleiben. Gefährlich ist auch, dass einige baltische Länder die russischen Botschaften schlossen bzw. auswiesen. Immer mehr russische Diplomaten werden als angebliche Agenten aus Deutschland ausgewiesen. Wenn die Gesprächskanäle verstummen, sprechen nur noch die Waffen. Das muss wieder zurückgeführt werden. Sonst führt das zu einem 3. Weltkrieg.

Der böse Putin als persona non grata

Putin wurde vom deutschen Bundespräsidenten Steinmeier als „persona non grata“ erklärt und viele westlichen Politiker und Medien denken ähnlich. Putin sei ein Kriegsverbrecher, Mörder und Diktator, also die Verkörperung des Bösen.  Eine Zusammenarbeit mit ihm wie vor dem Krieg sei nach dem Krieg nicht mehr vorstellbar. China hat schon einige afrikanische Länder für sich gewonnen. Sicherlich hat Putin mit dem Ukraine-Krieg viele Brücken zum Westen zerstört, aber zuvor hat man auch zu wenig auf Putin gehört und seine Sicherheitsbedürfnisse bei der NATO-Osterweiterung ernst genommen.

Eine neue Weltordnung ante portas, aber wollen wir die so wirklich?

Es droht nun ein jahreslanger Eiserner Vorhang und dabei ständig die Gefahr eines dritten Weltkrieges. Die Medien werden durch einseitige Berichterstattung die Zweiteilung der Wirtschaftsblöcke fördern mit ihrer eigenen Propaganda.  Welche Wirtschaftsblöcke in Zukunft enger zusammenarbeiten und welche sich  durch Cyber-, Finanz-, Währungs- und Wirtschaftskriege – hoffentlich nicht durch einen 3. Weltkrieg – bekämpfen werden, wird man sehen.

Möglich und wahrscheinlich ist einerseits der Block die EU zusammen mit USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Israel und Australien gegen den Block China/Indien in Zusammenarbeit mit Russland. Diesem „Ost-Bündnis“ werden sich wohl einige arabische Länder, einige Länder aus Südamerika und einige afrikanischen Länder anschließen, natürlich auch der Iran, Syrien, Nord-Korea und Venezuela. Wollen wir aber solche neuen Fronten des „Kalten Krieges“ woraus jederzeit ein heißer 3. Weltkrieg entstehen kann? Wir brauchen weltweit Kooperation, auch bei Fragen des Klimawandels und nicht weltweite Konfrontation, sonst geht der schöne Plante Erde bald zugrunde oder vernichtet sich selbst. Nur wer kann schon soweit blicken und geht für einen Weltfrieden auf die Straße, um den 3. Weltkrieg zu verhindern?

Erst informieren, dann investieren

Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch im Baltikum, Rumänien und der Ukraine gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices in 2019 alle   im Plus waren.  So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln und in 2018 stieg der PFTS-Index schon wieder über 70 Prozent. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent), nicht aber in 2018 und auch nicht in 2019, dafür aber wieder in 2020/21.  

In 2018 zählten bereits 10 Aktienmärkte aus Osteuropa zu den an den besten performenden Aktienmärkten der Welt, die alle den DAX und auch den US-Aktienmarkt klar outperformen konnten. Die Moskauer Börse war in 2019 schon wieder der klare Outperformer unter allen Weltbörsen mit einem Plus von über 46 Prozent in Euro. Aber auch die Bukarester Börse (Rumänien) stieg schon um über 32 Prozent in 2019. Die Aktienmärkte in Südosteuropa und auch in den baltischen Ländern blieben sehr stabil im Plus (Kroatien +13 Prozent). In 2020 Jahr zählten 6 Börsen aus Osteuropa zu den 30 an den besten performenden Aktienmärkten der Welt und im letzten Jahr sogar 11 Börsen aus Osteuropa.  Es lohnt sich also weiterhin nach dem Ukraine-Krieg ein Blick über den Tellerand nach Osteuropa.

Bestellen Sie daher jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per E-Mail für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einer weiteren Ukraine/Kasachstan/Russland-Special und einem Dividenden-Special sowie mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der „Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief.  Der letzte EST erschien am 31. März 2021.

TV-/Radio-Hinweise: Am 25. Februar wurde Andreas Männicke im Aktionärs TV über Chancen und Risiken an den Osteuropa-Börsen und dem Crash an der Moskauer Börse befragt. Das letzte Interview mit Rainer Hahn für den YouTube-Kanal Investainment war im Februar 2022.  Das letzte Radio-Interview war am 24. Februar   2022   in Börsen Radio Networks. Das nächste Radio-Interview in Börsen Radio Networks findet im Mai 2022 statt. Beachten Sie auch das letzte EastStockTV-Video auf YouTube über den Ukraine-Krieg und die neuen Outperformance-Chancen der Osteuropa-Börsen.   Sie können sich die Interviews unter wwww.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen ebenso wie die Videos von EastStockTV. Am 5. April hat Herr Männicke einen Vortrag beim VTAD Hamburg gehalten. By the way: haben Sie schon den YouTube-Kanal EastStockTV abonniert?

Abonnieren Sie jetzt kostenlos den Andreas Männicke Newsletter, um den vollständigen Inhalt per E-Mail zu erhalten.

Dienstleistungen

EST Börsenbrief

Die Börsen Mittel- und Osteuropas zählen seit 1998 zu den Top-Performern unter den Weltbörsen. Gerade in den letzten Jahren schnitten viele MOE-Börsen weit besser ab als die etablierten Westbörsen. So konnte in 2019 die Moskauer Börse Börsen aus Osteuropa nicht nur den DAX und DJI klar outperformen, sondern sie zählten auchzu den 30 am besten performenden Börsen der Welt.

Viele Anleger haben die MOE-Börsen bisher sträflich vernachlässigt. Dabei wird die Auswahl von aussichtsreichen Titeln immer größer. Osteuropa hat seine Zukunft noch vor sich.

Nutzen Sie Ihre Chancen jetzt!

  • analysiert für Sie monatlich auf 30-60 Seiten die wichtigsten Trends an den MOE-Börsen
  • beleuchtet dabei nicht nur die etablierten Ostbörsen, wie Moskau, Budapest , Prag und Warschau, sondern auch die Länder der zweiten Reihe und aus den GUS-Republiken
  • wählt für Sie die vielversprechendsten Aktien unter fundamentalen und markttechnischen Gesichtspunkten aus und stellt neben Aktien auch andere Anlageformen wie Fonds, Anleihen, Immobilien, Derivate und Zertifikate unter die Lupe
  • macht auf Risiken aufmerksam und trennt konservative und spekulative Anlagevarianten

Der Börsenbrief „EAST STOCK TRENDS“ erscheint monatlich in einer gedruckten und elektronischen Ausgabe. Die elektronische Ausgabe wird Ihnen direkt nach Redaktionsschluss zugestellt, ist damit schneller bei Ihnen und auch kostengünstig.

Seminare
Mehrmals im Jahr veranstaltet die ESI-GmbH zusammen mit namhaften Banken, Emissionshäusern und Aktiengesellschaften Seminare rund um das Thema Ostbörsen und Emerging Markets.